Leidenschaftliches Plädoyer für die Energiewende

Zeiler Kino zeigt am 29. April mit dem Film „Power To Change“ die Vision einer dezentralen und sauberen Energieversorgung

Die Erneuerbaren Energien sind zweifellos auf dem Vormarsch. Trotz aller politischen Hindernisse und Widerstände übernehmen Windkraft, Photovoltaik einen immer größeren Anteil am Strom-Mix in Deutschland. Doch ist der Weg der Regenerativen Energien noch lange nicht zu Ende. Am kommenden Freitag, 29. April, hat der Film „Power To Change“ (Die Kraft der Wende) seine Haßberg-Premiere im Zeiler Capitol-Theater, am Samstag, 7. Mai, folgt eine weitere Vorstellung.
„Power To Change – Die Energie-Rebellion“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine große Vision unserer Zukunft: eine dezentrale, saubere Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Der Film zeigt Rebellen unserer Zeit: Menschen, die diese Vision begeistert und engagiert umsetzen. Er zeigt auf,m warum nicht nur die Macher des Films der Überzeugung sind, dass die Energiewende kommen muss – und dass jeder einzelne dabei mitwirken kann.
Die Energiewende betrifft jeden von uns, denn auch die Krise in der Ukraine und der Terror durch den IS haben mit der Abhängigkeit von fossilen Energien zu tun. Regisseur Carl-A. Fechner („Die 4. Revolution“) nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise durch Deutschland, zur EU nach Brüssel und in die Ukraine.
Für seinen Film konnte der Regisseur prominente Fürsprecher wie Hans-Josef Fell (Mitautor des Erneuerbare-Energien-Gesetzes), die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Kemfert und die Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin der Grünen, Dr. Julia Verlinden gewinnen.
Der Film zeigt auf, wie der Kampf um fossile Energien, der Abhängigkeiten schafft und zu leidvollen, kriegerischen Auseinandersetzungen führt: Am Beispiel der Ukraine macht der Film erfahrbar, warum Menschen sich mit allem, was ihnen geblieben ist, für ein demokratisches Energiesystem einsetzen.
„Power To Change“ zeigt den Aufbruch in eine Zukunft, die ohne fossile und atomare Energieträger auskommt – ganz nah an den Akteuren: berührend, bewegend, überraschend und informativ. Untermalt mit großer Filmmusik und in aufwändig gedrehten Bildern in Cinemascope vermittelt der Film den Zuschauern die Botschaft: Lasst uns gemeinsam kämpfen – für eine nachhaltige und gerechte Welt.
Basierend auf jahrelanger Recherche zeigt „Power To Change“ Aktivisten, Unternehmer, Zweifler und Kritiker – kurzweilig, spannend, faszinierend und ohne moralischen Zeigefinger.
Weite Landschaften, in denen sich Windräder drehen. Riesige Photovoltaikflächen auf den Dächern Berlins. Glänzende Rohre, in denen der Treibstoff der Zukunft entsteht. Das ist die Energierevolution in Bildern. Der Film sucht die Antwort auf eine Frage, die viele von uns umtreibt: Wie schaffen wir es unsere Energieversorgung ganz auf Sonne, Wind, Wasser und Biomasse umzustellen?
Noch hält die fossil-atomare Wirtschaft am Alten fest und hinterlässt dabei strahlenden Müll, das Risiko eines atomaren Super-GAUs, zerstörte Landschaften und einen Klimawandel, der gerade den Ärmsten Dürren und Naturkatastrophen beschert. Doch die Erlöse aus diesem schmutzigen Geschäft bröckeln, weil die erneuerbaren Energien an Kraft und Rückhalt gewinnen – damit hat die Energierevolution begonnen.
Gekämpft wird gegen Mythen, die über die Energiewende kursieren: Sie sei zu teuer, es fehlten Speichertechnologien, es drohten Stromausfälle. Wie es wirklich um den Umbau unserer Energiewelt steht, das versucht der Film zu ergründen.
Die Vorkämpfer der Revolution von unten sind ganz normale Menschen aus der Bevölkerung. Zum Beispiel Edy Kraus, der Unternehmer und Kämpfer, Lutz Machalewski, der Stromsparhelfer, und Frank Günther, der Stadtwerke-Chef. Aus der Innenperspektive zweier Ukrainer erfährt der Zuschauer außerdem, was der Krieg mit der Abhängigkeit von fossilen Energien zu tun hat.
„Power To Change“ lässt die Kino-Besucher eintauchen in eine faszinierende Technikwelt: Ein Treibstoff, der hilft, Stromspitzen abzufangen, ein Energiespeicher, der auf dem Abrissgelände abgeschalteter AKWs entstehen könnte, das intelligent vernetzte Kraftwerk aus dezentralen Heimbatterien.

Als Einleitung zum Film, der ab 19.00 Uhr im Zeiler Kino ausgestrahlt wird, wird um 18.00 Uhr eine Elektroauto-Sternfahrt zeigen, dass auch das Autofahren ohne Verbrennungsmotor mittlerweile in der Gesellschaft angekommen ist. Landrat Wilhelm Schneider und der Werkleiter der Zeiler Stadtwerke, Günter Bier, empfangen die E-Autos an der Stromtankstelle der Zeiler Stadtwerke am Altstadt-Parkplatz (Mittelweg). Wenn Vertreter der Kommunen und Kommunalpolitiker mit ihrem Elektroauto anreisen, erhalten sie freien Eintritt zum Film. Im Anschluss an die Vorführung besteht die Möglichkeit, mit Regisseur Carl-A. Fechner sowie mit Norbert Zösch, Leiter des Stadtwerkes Haßfurt zum Thema Energiewende ins Gespräch zu kommen.
Aber auch Kritikern der Energiewende bieten die Macher des Films eine Plattform, ihre Argumente vorzubringen: Am Samstag, 7. Mai, wird der Film ab 16.00 Uhr erneut im Zeiler Kino ausgestrahlt. Im Anschluss stehen Hans-.Josef Fell, ehemaliger Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen sowie Autor des Erneuerbaren Energien-Gesetzes, zusammen mit Gunter Häckner von der GUT Rede und Antwort. Die Moderation der Diskussion übernimmt Dr. Martin Sage, Redaktionsleiter des Haßfurter Tagblatts.

 



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