BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Haßberge

Walk & Talk mit Paul Knoblach MdL "Weinbau in der Zukunft bei uns in Unterfranken"

Landtagsabgeordneter Paul Knoblach Bündnis 90/Die Grünen zu Besuch in den Haßbergen

Der Landtagsabgeordnete und Sprecher für Weinbau, Sonderkulturen und Tierwohl, Paul Knoblach von den Grünen, war am 25. Juli zu Besuch in den Haßbergen/Ziegelanger. Anlass war eine kleine Wanderung „Walk & Talk“ mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sowie ortsansässigen Winzerbetrieben, um gemeinsam das Thema „Weinbau bei uns in Unterfranken im Zeichen des Klimawandels“ zu diskutieren. Mit dabei waren verschiedene Vertreter, ortsansässiger Winzerbetriebe, unter anderem Max Martin vom Weingut Martin in Ziegelanger.
„Uns ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden im Landkreis, solche Veranstaltungen als Angebot zu machen, um den direkten Kontakt und Austausch mit Politikern zu ermöglichen.“ erwähnte Christoph Appel, Sprecher vom Kreisverband Haßberge. Die aufschlussreichen Gespräche haben nicht nur den fachkundigen Gästen, sondern auch allen Teilnehmenden der Wanderung durch die Weinberge gezeigt, wo die derzeitigen Herausforderungen für einen ertragsicheren und qualitativ hochwertigen Weinbau liegen und welche Lösungsansätze zukünftig nötig sind. „Über Jahrhunderte hat die Weinrebe unser Fränkisches Hügelland und unsere Orte geprägt. Ein Verlust würde das Gesicht Frankens komplett verändern. Der Klimawandel mit rasant steigenden Temperaturen, mit ungleicher Verteilung der Niederschläge bringt neue Herausforderungen. Fränkische Winzer*innen gehen es an und rüsten sich mit wassersparender Tropfbewässerung, sie schaffen Erosionsschutz und Biodiversität mit blühenden Untersaaten und sie verzichten mehr und mehr auf Herbizide und Mineraldünger“ erklärte Paul Knoblach
Im Zeichen des Klimawandels und der sich dadurch verändernden Rahmenbedingungen wie z.B. Wasserversorgung und klimatische Bedingungen, kommen auf die zukünftigen Generationen der Weinbau-Betriebe, große Aufgaben zu, um den Weinbau in Unterfranken zu sichern. „Die Herausforderung für die fränkischen Winzer werden die nächsten Jahre die steigenden Temperaturen mit anhaltender Trockenheit sowie Starkregenereignisse sein. Anpassungen an die Bewirtschaftung und Bewässerung werden nötig, um auch weiterhin qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen.“ so Max Martin. Sehr lehrreich waren die Erklärungen, welche Ausfälle in diesem Jahr z.B. aufgrund des „falschen Mehltau“ (Peronospora) auf die Winzer zukommen können.
Ebenso wurde auf die Wetterunbeständigkeiten eingegangen. Erst das Jahr 2018, in dem durch die Trockenheit, die Wasserreserven im Erdreich bis ca. 1m unterhalb der Rebe aufgebraucht wurde. Danach die Jahre 2019 und 2020 als der Wassermangel noch greifbarer wurde, was einen verringerten Ertrag mit sich brachte. Nun dieses Jahr mit extremen Regenfällen. Durch Grünbewirtschaftung, eine Bepflanzung mit z.B. Klee und Blühpflanzen zwischen den Rebstöcken, die dem Erdreich auch Stickstoff zuführt, kann entgegengewirkt werden, was aber natürlich einen erhöhten Arbeitsaufwand bedeutet. Eine weitere Maßnahme ist das Einbringen von Tropfbewässerung, hier kommt auf einen Rebstock ca. 10 l pro Woche, bei 6 Wochen Trockenheit würde das bedeuten, dass wir 1,5 Millionen Liter für ganz Weinfranken verbrauchen.
Abgerundet wurde die Wanderung, durch die „Inbetriebnahme“ der vom Kreisverband Haßberge Bündnis 90/Die Grünen, gestifteten Ruhebank im Weinberg am Abt-Degen-Steig und einer kleinen Weinverkostung.



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