BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Haßberge

Grüne machen sich für Verlagerung des Amtsgerichtes von Haßfurt nach Ebern stark

Dass das Amtsgericht in Haßfurt saniert und erweitert werden muss, bezweifelte bei der harmonisch verlaufenen Mitgliederversammlung der Grünen niemand. Aber muss es immer ein Neubau sein und muss der Standort immer in der Kreisstadt liegen, fragte der Eberner Stadtrat Oliver Kröner in die Runde. Kreisverband und Kreistagsfraktion unterstützten den Antrag Kröners, das Amtsgericht von Haßfurt nach Ebern zu verlagern. Lediglich Annette Marquardt, die grüne Stadträtin am Main, enthielt sich der Stimme

Kröner erinnerte daran, dass in der Stadt Ebern in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Einrichtungen geschlossen wurden - der Bundeswehrstandort, das Forstamt und die Außenstelle des Amtsgerichtes. Wichtige Funktionen und zahlreiche Arbeitsplätze seien so verloren gegangen.

Man könne davon ausgehen, argumentierte der Förster weiter, dass der laufende Bevölkerungsrückgang die Städte und Gemeinden in den Haßbergen mehr treffe als die Orte in der Mainschiene. Wenn man das Amtsgericht nach Ebern verlagern würde, wäre das ein „starkes Signal" für den ländlichen Raum.

Geeignete Gebäude stünden möglicherweise in der ehemaligen Kaserne zur Verfügung. Beispiele aus anderen Landkreisen zeigten, dass das das Amtsgericht nicht zwingend in der Kreisstadt angesiedelt sein müsse. So befinde sich etwa das Amtsgericht im Landkreis Nürnberger Land nicht in der Kreisstadt Lauf a. d. Pegnitz, sondern in Hersbruck. Kröner hofft, dass sich möglichst alle Ebener Stadträte über die Parteigrenzen hinaus für dieses Anliegen einsetzen.

Nach dem routiniert vorgetragenen Bericht aus Kreistag und Vorstand von Kreisrätin Rita Stäblein und ihrem Kollegen Hans Dünninger erläuterte Kreiskassier Peter Stäblein die Kassenberichte 2008 und 2009. Trotz hoher Ausgaben für die Wahlkämpfe der letzten Jahre sei der Kreisverband „finanziell gesund". Sogar die Kosten für vorgezogene Bundestags-Neuwahlen könne man leicht stemmen, meinte er scherzhaft schmunzelnd. Einstimmig wurde er entlastet.

Für die bundes-, landes- und bezirksweiten Parteitage und Konferenzen wurden folgende Delegierten gewählt: Wolfgang und Barbara Kratky, Oliver Kröner, Harald Kuhn, Matthias Lewin, Rita und Peter Stäblein.